Der Web-Verwalter Icann hat den Weg für viele neue Domain-Endungen frei gemacht. Statt “.de” oder “.com” können künftig auch Städtenamen oder Firmennamen am Ende von Web-Adressen stehen. Hunderte neue Endungen können nun bis Ende nächsten Jahres geschaffen werden. Der Verband der Internetwirtschaft in Deutschland eco zeigte sich sehr zufrieden mit dieser Entscheidung.

Die Icann hatte bisher neue Top-Level-Domains nur sehr zögerlich vergeben. Zu den Ländercodes mit zwei Zeichen wie .de oder .nl kamen vor rund zehn Jahren einige wenige Endungen hinzu. Die neuen Adressen .aero, .coop, .museum, .biz, .info, .name und .pro konnten sich aber nur teilweise durchsetzen. Im Jahr 2003 kamen weitere Endungen wie .asia, .cat, .jobs, .mobi, .tel und .travel hinzu sowie in diesem Jahr die Endung .xxx .

Mit der nun getroffenen Entscheidung sollen Firmen eine eigene Endung beantragen können, nicht Privatleute. Erwartet wird, dass vor allem große Konzerne in Zukunft ihre Websites unter eigenen Top-Level Domains betreiben werden. Die Hürden dafür liegen jedoch recht hoch. Im Januar 2012 soll der Registrierungsprozess beginnen – ein Antrag kostet 185.000 Dollar. Jedoch wird von Fachleuten geraten, diesen Schritt zu gehen, denn wer jetzt nicht dabei ist, muss womöglich jahrelang auf das nächste Bewerbungsfenster warten – so es überhaupt kommt.

Die österreichische Registry Nic.at, die im Registry-Backend-Geschäft neben den großen Registries wie VeriSign oder Afilias mitmischen möchte, freute sich, dass sie nach .hamburg auch den Zuschlag für den technischen Betrieb von .berlin erhalten hat.